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Der
Flughafen München ist eine der großen Drehkreuze Europas. Die jährlich
36,9
Millionen Passagiere sind überwiegend Umsteiger, die die kurzen
Umsteigezeiten und die klare architektonische Struktur schätzen. Der
Verkehr wird von Lufthansa und den Star Alliance-Partnern dominiert. Diese Airlines werden im 2003 eröffneten
Terminal 2 abgefertigt. Das hat zur Folge, dass erhebliche Kapazitäten im
Terminal 1 frei stehen.
Der Flughafen im Norden von München wurde 1992 eröffnet, weil der
stadtnahe Flughafen München/Riem zu klein geworden war und
der Widerstand seitens der flughafennahen Bevölkerung
zunahm. Der Flughafen München besteht aus zwei parallelen Landebahnen
in Ost-West-Ausrichtung ( 26 - 08 ), die jeweils 4 Kilometer lang sind und unabhängig
voneinander betrieben werden können. Die Genehmigung für den Bau einer dritten
Start-/Landebahn (nordöstlich des Flughafens) und der Erweiterung des
Terminal 2 wurde im Sommer 2011 erteilt.
Das Architektenteam um Prof. Hans- Busso von Busse hat bei der Planung des
Terminal 1 für die damalige Zeit völlig neue Standards gesetzt, die von
anderen Flughäfen erst im Laufe der Jahre erreicht werden konnten.
Trotzdem steht der Flughafenbetreiber vor dem Problem der Anpassung des
Terminal 1 an die heutigen Bedürfnisse. Damals stand der kurze Weg vom
Auto zum Flugzeug im Vordergrund. Ankunfts- und Abflugsbereiche sind auf
der gleichen Ebene angesiedelt und wechseln sich in 5 Modulen ab. Heute
versuchen die Flughafenbetreiber weltweit, den Weg durch möglichst viele
Shoppingzonen zu führen.
Der
Verkehr setzt sich neben dem oben erwähnten von Lufthansa dominierten
Umsteigeverkehr aus folgenden Verkehrsarten zusammen:
- Linienverbindungen
im innerdeutschen Punkt- zu- Punktverkehr
- Linienverbindungen
zu allen europäischen Städten im Punkt- zu- Punktverkehr
- Regionallinienverbindungen
zu fast allen europäischen Sekundärflughäfen
- Linienverbindungen
zu allen europäischen Umsteigeflughäfen mehrfach täglich
- Linienverbindungen im Lowcost-
Bereich zu ausgewählten Feriendestinationen (wie z. B. Italien
oder für Kurztrips geeignete Städte)
- Charterverbindungen (teilweise
bereits in Linienflüge umgewandelt) zu touristischen Orten (Outgoing- Bereich) und
- einigen
Fracht- sowie Paketdienstflügen (vornehmlich werktags)
Darüber hinaus gibt es einen
interessanten Wartungsverkehr, da sowohl Lufthansa Technik, Air
Berlin/LTU und Augsburg Airways eine Wartungsbasis am
Münchner Flughafen betreiben und immer wieder Fremdwartung betreiben.
Den früher sehr starken Wintercharterverkehr aus
Großbritannien, Benelux und Skandinavien hat der Flughafen München an die Flughäfen Salzburg und
Innsbruck abgeben müssen. Der Bustransfer von den österreichischen
Nachbar-Flughäfen ist wesentlich kürzer und angenehmer für die
Wintersportler. |
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