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Aviation
Days Salzburg
Am
28. und 29. Februar 2006 fanden im Schloß Urstein bei Salzburg die
ersten Salzburger Aviation Days statt. Viel Prominenz aus Politik und
Luftfahrt kam zu diesem Event zusammen. Das exklusive Ambiente des
frisch renovierten Schlosses gab der Veranstaltung einen würdigen
Rahmen. Das
Thema der Aviation Days lautete Low Cost Airlines / High Cost Airports. Dies
ist ein Sachverhalt der immer mehr die Airlines als auch die Flughäfen
beschäftigt. Besonders die Flughäfen sind hier stark betroffen, da sie
ihre Einnahmen vor allem aus Lande- und Abfertigungsgebühren beziehen.
Die zunehmende Zahl der Niedrigpreisfluggesellschaften übt aber
zunehmenden Druck auf Flughäfen aus, ihre Gebühren zu senken, um überhaupt
angeflogen zu werden. Bei
den „normalen“ Linienfluggesellschaften machen die Lande- und
Abfertigungsgebühren nur einen geringen Prozentsatz der gesamten Kosten
aus. Bei den sog. Low-Cost-Carriern macht aber dieser Posten teilweise
bis zu 25% aller Kosten aus, und deshalb ist es verständlich, dass die
Airlines hier sparen wollen. Um am Boom der Low Cost Carrier teilhaben
zu können, müssen die Flughäfen nun reagieren und auch ihre
Strukturen anpassen um ihrerseits, die gewünschten Senkungen der Gebühren
gewähren zu können Flughäfen,
die auf Low Cost reagiert haben, haben ihre Strukturen verändert. Viele
Bereiche wurden ausgesourct und Verfahren einfacher gestaltet. Auch der
Bau aufwändiger „Kathedralen des Verkehrs“, architektonisch
herausragender Abfertigungsgebäude, entfällt an sog. Low
Cost Airports. Beeindruckend ist, dass die Arbeitsproduktivität
an Low Cost Flughäfen um ein vielfaches höher ist, als an klassischen
Flughäfen. So liegt die Produktivität am Flughafen Frankfurt-Hahn um
einen 2,5fachen Faktor höher, als am Flughafen München. Natürlich
gilt es hier zu beachten, dass viele Services, die ein
Drehkreuzflughafen, wie München, es an einem Low Cost Airport einfach
nicht gibt. Dennoch sollten die Flughäfen hier versuchen anzusetzen um
Verbesserungen zu erzielen Um
nun den Ausfall an Lande und Abfertigungsgebühren zu kompensieren
versuchen viele Flughäfen Einnahmen abseits dieser Gebühren zu
erzielen, die sog. Non-Aviation Revenues. In den letzten Jahren gab es einen Trend, dass
Flughäfen immer mehr zu Shopping Center mit angeschlossener Start- und
Landebahn werden. Viele
Low Cost Carrier fordern öffentliche Subventionen für ihre Dienste zu
Regionalflughäfen. Dabei ist natürlich die Frage, ob der Steuerzahler
zur Kasse gebeten werden darf um einem Flughafen Verkehr zu beschaffen?
Ist die Subvention gegenüber dem Nutzen durch eine neue Verbindung
angemessen? Low Cost Carrier behaupten, dass ihre Kunden ca. 100€ pro
Tag und Passagier in der bereisten Region ausgeben. Wie hoch darf dann
eine Subvention ausfallen? Hier müsste versucht werden, dass nicht die
Flughäfen neue Verbindungen sponsoren, sondern die Tourismusverbände,
die ihr Budget aus Kurtaxen und Abgaben aus dem Reisesektor beziehen.
Ein negativ Beispiel ist der Flughafen Dortmund, der jährlich einen
Millionenbetrag von seinem Eigentümer, den Stadtwerken Dortmund,
zugeschossen bekommt, da er trotz eines Hub des Low Cost Carriers
easyJet Verluste bilanziert. Insgesamt aber lässt sich sagen, dass
Region, Hotels, Flughafen und die Airlines eng zusammenarbeiten müssen,
um ein erfolgreiches Paket schnüren zu können, das für alle Seiten
einträglich ist. Welche
Flughäfen sind aber nun für Low Cost Airlines besonders attraktiv?
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