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Namibia, Hauptstadt Windhoek,
ca. 2,2 Mio. Einwohner, 824.116 km² Fläche
Freudiger Erwartungen führt Flug OS131, an diesem Tag mit dem Airbus
A319 OE-LDA durchgeführt, von Wien nach Frankfurt/Main. Dort steht
bereits der A340-300 V5-NMF der staatlichen namibischen Fluggesellschaft
Air Namibia für Flug SW286 am Gate. Das Flugzeug (Konstruktionsnummer
47) wurde 1994 an die französische Fluggesellschaft Air France
ausgeliefert und gelangte über mehrere Besitzer, darunter zuletzt die
deutsche Lufthansa, zur afrikanischen Airline. Die erst nach der
Unabhängigkeit von Südafrika im Jahr 1991 gegründete Fluggesellschaft
besitzt zwei A340-300 und neuerdings für regionale Strecken drei
werksneue Airbus A319 und vier Embraer ERJ-135.
Die sichtlich
in die Tage gekommene V5-NMF hebt exakt nach Plan um 20:10 von der
Startbahn West (Piste 18) ab und beginnt den langsamen Steigflug um die
8.120 Kilometer lange Distanz zum internationalen Flughafen Hosea Kutako
(3L-Code WDH) nahe der namibianischen Hauptstadt Windhoek sicher
zurückzulegen.
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A340-300, V5-NMF, nach der Ankunft in WDH
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Lutherische Christuskirche in
der Hauptstadt Windhoek
(eröffnet 1910)
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Der Flug
SW286 verläuft ruhig und problemlos, sodass um 5:32 bei aufgehender
Sonne auf Piste 26 des Flughafens Hosea Kutako gelandet werden kann. Der
überschaubare Flughafen wurde 1964 eröffnet und besitzt lediglich ein
Terminal, für die Einreise stehen maximal 5 Schalter zur Verfügung,
sodass die Abfertigung der nahezu vollen Maschine einige Zeit in
Anspruch nimmt.
Mit dem Erhalt des Visum für die kommenden 10 Tage beginnt die
eigentliche Reise durch Namibia, welche am 17. April 2013 nach 2.586
Kilometer wieder am Flughafen Hosea Kutako enden wird.
Bereits am Weg zum Hotel kann eine erster Eindruck von der noch jungen
Hauptstadt des Landes gewonnen werden. Die Stadt wurde unter deutschem
Einfluss 1840 erstmals urkundlich erwähnt und 1890 neu gegründet. Die
zahlreichen historischen Gebäude der Stadt tragen eindeutig deutschen
Fingerabdruck. Als eine der Sehenswürdigkeiten gilt die lutherische
Christuskirche, welche 1910 fertiggestellt wurde. In der letzten Zeit
ergänzen jedoch auch viele moderne Gebäude das Stadtbild. Das während
der Zeit der Apartheit entstandene Wohngebiet, der sogenannte Stadtteil
Katutura, ist im nordwestlichen Teil der Stadt angesiedelt. Dieses ist
von einfach gebauten Häusern und Wellblechhütten geprägt und beherbergt
die arme Bevölkerungsschicht. Rund 70.000 Menschen leben hier. In Summe
wohnen in Windhoek rund 350.000 Menschen, im Einzugsgebiet der Stadt ist
jedoch rund ein Viertel der Bevölkerung Namibias zu Hause. |
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Angekommen im Hotel Windhoek
Country Club südlich des Stadtflughafens Eros (ERS) vergisst man nahezu
sich vor Augen zu halten, dass Namibia ein Dritte Welt Land ist und die
Mehrheit der Menschen unter der Armutsgrenze leben.
Der Sonnenschein und die angenehm warme Temperatur von rund 28°C laden
zu einem kleinen Abstecher in den Endanflug der Piste 01 des Flughafens
Eros (3L-Code ERS) zu unternehmen und den anstrengenden Anreisetag
ausklingen zu lassen. Der Flughafen Eros dient heute vorwiegend der
General Aviation sowie Air Namibia für tägliche Flüge nach Ondangwa im
Norden des Landes. Derzeit viermal die Woche wird auch Katima Mulilo und
Rundu im Dreiecksflug mit Embraer ERJ-135 bedient. Die Piste 01/19 mit
den Abmessungen 2.230x30m wird durch eine zweite Startbahn mit der
Ausrichtung 09/27 ergänzt, welche jedoch kaum Verwendung findet.
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Viehverladestation und
Kameldornbaum mit
Nest des Siedelwebervogels
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Felsformationen zwischen Rehoboth und Uis |

Am Rand der Namib Wüste und im Etosha Nationalpark
kann eine einmalige Tierwelt beobachtet werden |
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Am
Folgetag führt mich die Reise am Straßenweg von Windhoek Richtung
Rehoboth, einem rund 100 Kilometer südlicher gelegenen Dorf. Zwar gibt
es eine staatliche Eisenbahn mit einem Schienennetz von rund 2.200
Kilometern, doch stellt dies mangels Personenverkehr keine Alternative
dar. Die Höchstgeschwindigkeit des nahezu ausschließlich dem
Gütertransport vorbehaltenen Zugverkehrs beträgt lediglich 35km/h und
ist somit selbst für den Transport von Massengütern sehr langsam. Auch
abseits des Schienennetzes gibt es keinen öffentlichen Verkehr, auch
nicht in der Hauptstadt Windhoek. Will man von A nach B, so ist man auf
Taxis oder Fahrgemeinschaften angewiesen.
Von Rehoboth geht es auf der Schotterstraße M47 weiter in Richtung
Südwesten. Das Ziel des heutigen Tages ist die Namib Desert Lodge am
Rande des Naukluft-Gebirges und ist zugleich idealer Startpunkt in die
Namib-Wüste.
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Sonnenuntergang auf
Sanddünen in der
Namib-Wüste
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Abendstimmung
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Sandformationen
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Der dritte Tag führt noch vor
Sonnenaufgang in Richtung der Namib-Wüste. Der für namibische
Verhältnisse kurze Weg von rund 120 Kilometern wird in gut zwei Stunden
auf Schotterstraßen zurückgelegt. Am Eingang zum bekannten Sossusvlei
liegt der gleichnamige Flugplatz, welcher für Fly-In-Safaris und
Versorgungsflüge genutzt wird. Der heutige Plan sieht jedoch vor, den
Sossusvlei vom Boden aus zu erkunden.
Der Name
Sossusvlei stammt aus der Sprache der Nama und bedeutet "blinder Fluss"
(Sossus) und Salz-Ton-Pfanne (Vlei). Die einmalige Landschaft entstand
durch Versickern des Wassers des Tsauchab in den Sanddünen rund 60
Kilometer vor der Atlantikküste. Der vom Landesinneren mitgeschwemmte
Lehm trocknete und bot den dort wachsenden Bäumen keine
Überlebenschance. Die rund 800 Jahre alten Bäume stehen noch heute
erstarrt und aufgrund des trockenen Klimas gut konserviert im Sossusvlei.
Die rotbraune Farbe der Sanddünen wird durch den hohen Gehalt an
Eisendioxid verursacht.
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Graslandschaft am Rande des
Naukluft-Gebirges
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Hunderte
abgestorbene Akazienbäume
stehen seit mehr als 800 Jahren im
Sossusvlei |
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Hunderte abgestorbene Akazienbäume
stehen
seit mehr als 800 Jahren im Sossusvlei
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Dünenlandschaft im Sossusvlei
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Flussbett des Tsauchab am
Rande des
Naukluft-Gebirges
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